Franta – Blues mit deutschen Texten

Franta Krautblues Keyvisual

Blues muss nicht immer auf Englisch gesungen werden. Dass Bluesmusik auch in deutscher Sprache wunderbar funktioniert, beweist Franta Blues. Essenzielle Themen, Komponieren nach Lust und Laune und Titel wie 'Physiotherapeuten-Blues' und 'Kraut-Blues' sind Bestandteil seiner Musik. Er singt deutsche Texte, weil ein Blues-Mundharmoniker-Spieler ihm dies nahegelegt hat. Seine Individualität käme dadurch besser zum Vorschein. Im Interview erzählt Franta von seiner Musik.

Interview mit Franta über Krautblues

Der Name Franta

Franta heißt eigentlich Franz, doch niemand nennt ihn so. „Ich habe den gleichen Vornamen wie mein Vater und seine Freunde haben ihm vor 30 oder 40 Jahren diesen Spitznamen verpasst – die tschechische Kurzform von Frantiček. Irgendwann habe ich das einfach übernommen. Geboren wurde ich 1988 in Leipzig und mache ungefähr seit meinem 15. Lebensjahr Musik. Eigene Songs schreibe ich, seitdem ich 18 bin. Ich spiele Gitarre, Schlagzeug, Bass, singe und habe gerade mein zweites Soloalbum Krautblues produziert.“

Musikalische Einflüsse

„Aufgewachsen bin ich mit der Musik von Fleetwood Mac, Tom Petty und Chopin. Als ich 15 war, stieß ich in meinem Stammplattenladen auf eine CD von John Lee Hooker. Das hat mich komplett umgehauen und eigentlich fast alles verändert – nicht nur musikalisch. Damals ging es mir nicht sonderlich gut und seine Musik hat mir wahnsinnig viel Kraft gegeben. Das war für mich auch der Anstoß, mir Gitarre beizubringen, zu singen und ab und zu bei kleineren Sessions aufzutreten. Etwas später habe ich angefangen, Schlagzeug und Bass zu spielen – da war ich vielleicht 22 oder 23 – und in einigen Bands mitzuwirken.“

Coolinator und Frantinator

„Irgendwann habe ich eine Menge Studioequipment gekauft und daraus etwas unkonventionell ein Studio in meinen vier Wänden zusammen gebastelt. Denn nicht nur das Songwriting macht mir riesigen Spaß, sondern auch jedes Instrument selbst einzuspielen und damit den Sound jedes Songs zu 100% gestalten zu können. Ich wollte, insbesondere für mein zweites Soloalbum Krautblues, jeden Teil des Albums meinen Vorstellungen nach fertig stellen und habe für diesen Zweck meine 'Hauptgitarre', die Coolinator, und meinen Amp, den Frantinator, gebaut. Schräge Namen, ich weiß, aber ich bin ja auch schräg und das Ergebnis klingt wirklich nicht übel. Zieht's euch mal rein!“

Analoges Homerecording

„Bei jedem Song habe ich zunächst mit der Rhythmusgitarre angefangen, danach Bass, Schlagzeug, Percussion, Leadgitarren, Gesang und bei manchen Songs Mundharmonika aufgenommen. Für die Rohaufnahmen habe ich entweder ein ZOOM HD 16 oder mein leicht modifiziertes Grundig TK 745, ein Tonbandgerät aus den 70ern, genutzt. Das Tonbandgerät hat insbesondere meiner Rhythmusgitarre auf Krautblues in Verbindung mit den Gretsch Filtertron-Humbuckern einen sehr warmen, transparenten Klang gegeben, auch wenn das Digitalisieren ein totaler Albtraum war. Nach dem Digitalisieren der Bänder bzw. konvertieren der Spuren auf dem HDD ins .wav-Format, was beides ewig gedauert hat, habe ich alles am PC im Cubase zusammen gesetzt und dort teilweise leicht nachbearbeitet. Mit dem PC selbst habe ich nie etwas aufgenommen. Das beschreibt in groben Worten den Aufnahmeprozess.“

Board of Music baut die Band

„Ich denke, bei Board of Music kann man viele coole Musiker kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Ich bin über die Suchmaschine drauf aufmerksam geworden. Und ich will wieder eine Band zusammentrommeln und wieder raus raus raus … auf die Bühne! Also verbreitet die frohe Kunde, oh ihr Leute! Das Album ist fertig und die Mukke soll auf die Bühne! Auf Sessions und Konzerten von befreundeten Bands suche ich gezielt nach neuen Banmitgliedern, jedoch gibt es in diesen Breiten nicht übermäßig viele Musiker, die Bluesrock spielen möchten, dafür aber mehr Metal, Punk oder so. Ich will mich überregional vernetzen.“

Weitere interessante Informationen über Franta-Blues finden Sie auf den Seiten

Franta Blues stellt sein Album vor

 

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