Wie komme ich am besten an Konzerttickets?


Beim Kauf eines Konzerttickets gibt es zahlreiche Angebote und ebenso zahlreiche Tücken und Fallen, durch die sehr hohe Kosten entstehen können. Wir stellen in diesem Artikel einige Anbieter vor.

Vorsicht bei Onlinekäufen

Vorab gilt jedoch eine grundsätzliche, wichtige Regel zu Onlinekäufen: Gebühren, Versand und andere Zusatzleistungen beachten!

CTS Eventim

Der Konzern CTS Eventim ist mit Klaus-Peter Schulenberg als Geschäftsführer für 80 bis 90 Prozent der Ticketverkäufe verantwortlich. Doch seit November 2014 ermittelt das Bundeskartellamt wegen Missbrauch der Marktmacht gegen sein Unternehmen. Ein Grund für die Ermittlung sind unverschämt hohe Preise. 300 Euro pro Ticket sind keine Seltenheit. Perfekte Buchungssysteme und das Vorverkaufsstellennetz seien die Grundlage für den Erfolg des Konzerns.

Die Abhängigkeit der Vorverkaufsstellen von dem Konzern ist ein Grund dafür, weshalb Matthias Sachs, Mitarbeiter in einer Vorverkaufsstelle in Berlin, im April 2012 den     Interessenverband der Konzert- & Theaterkassen OST (IVKT OST) e. V. gründete, als Eventim das Gebührenmodell zuungunsten der Verkaufsstellen ändern wollte.

"Sie haben die volle Kontrolle und alle Möglichkeiten bis hin zum Endkunden, was Preise, Gebühren und so weiter betrifft."

Bemerkenswerterweise tendiert der Trend nicht zum Online-Kauf eines Tickets, sondern über die Vorverkaufsgeschäftsstellen, Abendkassen oder telefonische Bestellungen. Dadurch können Versandkosten gespart werden. Die nicht unerhebliche Summe beträgt bei Eventim sieben Euro, der Premiumversand sogar 29,90 Euro.

Welche Möglichkeiten gibt es also, Eventim zu umgehen und erschwingliche Tickets ergattern zu können?

Ticketmaster

Ticketmaster ist eine Alternative. Das Angebot ist fast ebenso vielfältig, wenn auch nicht so schnell im Kundenservice. Positiv hervorzuheben sind das gute Shop-Design, zügiger Versand und teilweise niedrigere Gebühren. Der telefonische Service und der Mangel an vielen Angeboten sind zwei Schwachpunkte. Außerdem ist es nicht möglich, mit PayPal zahlen zu können.

Viagogo

Eine weitere Option bietet Viagogo, deren Preise als Ticketbörse jedoch etwas höher sind. Daher empfiehlt es sich, bei dem riesigen Angebot die Richtlinien genau zu lesen.

Aktuelle Meldungen weisen jedoch auf eine Irreführung bei der Garantie hin. Mehrkosten können entstehen, weil die Plattform nur an private Verkäufer vermittelt, die jedoch nicht als diese angezeigt werden und durch höhere Preise verdienen möchten. Viagogo ist also keine offizielle Vorverkaufsstelle. Daher verklagte das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Bayern die Schweizer Ticketbörse Viagogo vor dem Landgericht München. Risiken entstehen bei der Lieferung und im Impressum der Plattform ist die Themenauswahl im Kontaktformular begrenzt. Dadurch wird eine Reklamation nahezu unmöglich. Buchungs-, Abwicklungskosten und die Umsatzsteuer erhöhen ebenfalls die Preise, worauf jedoch nicht explizit hingewiesen wird.

TicketSwap

Möchte man also auf Nummer sicher gehen, bietet TicketSwap eine Alternative. E-Tickets für Konzerte, Festivals, Sport-Events, Theater-Vorstellungen und viele andere Aktivitäten werden streng kontrolliert und der Betrug durch enge Zusammenarbeit mit Veranstaltern und Ticketfirmen verhindert. Eine einfache Kaufanleitung, Abwicklung und Benachrichtigung per SMS oder E-Mail bieten komfortablen Ticketkauf. Der Käufer wird durch eine Preisobergrenze geschützt.

Ticket Online

Ticket Online bietet leider auch teure Dienste und Tickets, hat aber ebn gut personalisierbares Konto, eine sehr große Veranstaltungsauswahl und eine übersichtliche Webseite, die den Kauf und die Entscheidung erleichtert. Ebenso breit ist die Veranstaltungspalette bei getgo. Einfache Bestellung und ausreichend Filtermöglichkeiten sind hier weitere Vorteile.

Heckticket

Zuletzt sei Heckticket genannt, deren günstige Preise und übersichtliche Website erhebliche Vorteile bietet. Leider sind viele Events in nur wenigen Städten vertreten.

Fazit

Wenn man an dieser Stelle ein Fazit ziehen möchte, ist der Käufer also gut beraten, wenn er je nach Veranstaltung abwägt, auf welche Vorteile er besonderen Wert legt und dafür die Nachteile in Kauf nehmen kann.


Sie haben ein Konzert verpasst?

Wer aus unterschiedlichen Gründen nicht an einem Konzert teilhaben konnte, hat die Möglichkeit, sich über Konzerttagebücher zu informieren. Diverse Websites berichten über Konzerte und lassen so im Nachhinein an der Show teilhaben.

Auf der Seite von Konzerttagebuch – einem Online-Magazin mit Positionen in Paris, Köln und Wien – findet ihr ausschließlich Berichte über Indie- und Alternative-Konzerte. Mehr als 3.600 Konzertberichte von 5.800 Bands und sogar die Setlisten können eingelesen werden. Auch Interviews und neue Geheimtipps werden präsentiert. So bleibt man stes auf dem neuten Stand und kann wenigstens im Nchinein über aktuelle Shows der Lieblingsbands und Festvals informiert bleiben.

⇒ Mehr Infos unter www.konzerttagebuch.de


Kommentare

Die Aussage zu Viagogo ist aber sehr human... Ca. 20 Prozent der Leute sehen ihre Tickets und ihr Geld nicht mehr wieder... Ich finde die beste Plattform ist Ticketswap.