Musiktherapie

Musiktherapie Keyvisual

Historisch betrachtet beginnt der Werdegang der Musiktherapie in der Antike. Gesänge, Klänge und Rhythmen sollten Krankheitsdämonen vertreiben. Gezielt wurde der Patient in Trance versetzt, um die Götter zu beschwören und die innere Harmonie des Patienten wiederherstellen. Im alten Testament und auch in der Renaissance wurde der Zusammenhang von Gemütsbewegungen und Musik thematisiert. Die Regulation des Blutes wird durch Schwingungen erzeugt. Die Epoche der Romantik legte den Grundstein für die Zusammenhänge zwischen der Medizin und der psychologisch ausgerichteten Heilung, die nach dem Zweiten Weltkrieg institutionell weitergeführt wurde. So ist die Musiktherapie nach Bezeichnung der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft eine 'praxisorientierte Wissenschaftsdisziplin', die Medizin, Gesellschaftswissenschaften, Psychologie, Musikwissenschaft und Pädagogik in eine Wechselwirkung setzt. Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Lerntheorie und ganzheitlich-humanistische Ansätze sind Schlagworte, die den Oberbegriff definieren.

Portrait einer Musiktherapeutin


Luise Schwinning, 23 Jahre alt, hat den Beruf der Musiktherapeutin studiert und gibt Einblicke in die faszinierende Welt der heilenden Wirkung der Musik.

Musik, Mathe, Emotion


Dass Musik Emotionen auslöst, kann jeder Mensch bestätigen. Musik beeinflusst das menschliche Wohlbefinden. Sie fördert Entspannungszustände, erweitert die Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit und das Vertrauen der Selbstheilungskräfte. Blutdruck und Herzschlag werden reguliert, in der Musiktherapie baut sie sogar Ängste, Hemmungen und Grenzen ab. Was hat das nun mit Mathematik zu tun?

Die Kraft der Musik


Die positiven Aspekte der Musik wirken sich auf viele Lebensbereiche aus. Doch wo sitzt der Ursprung dieses Phänomens? Fakt ist, dass der Mensch alle Reize der Außenwelt im Gehirn verarbeitet, also auch die musikalischen Reize. Die Schläfenlappen in der Großhirnrinde sind für den Musikgenuss zuständig. Und von dort aus geht es weiter – die Musik verteilt sich sozusagen im ganzen Körper. Auch, wenn Krankheiten und beeinträchtigte Körperfunktionen den uneingeschränkten Musikgenuss eines Menschen verhindern, so dringt die Musik doch in manche Teilbereiche.

Die heilende Wirkung der Musik – Musiktherapie


Die heilende Wirkung der Musik ist unumstritten. So können in der Musiktherapie rasch Erfolge erzielt werden, wenn beispielhafte Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder ein Schlaganfall kuriert werden müssen. Im Alltag sind gängige Musikrituale wie Einschlaflieder für Kinder bekannt. Darüber hinaus helfen sie auch bei Schmerzbehandlung. Im osmanischen Reich wirken Makame als Heilmethode. Doch wie funktioniert dieses Phänomen?

Positive Aspekte von Musikunterricht


Ein Musikinstrument zu spielen oder zu singen macht nicht nur Spaß. Es schafft Selbstvertrauen, fördert die Kreativität und Konzentrationsfähigkeit, mobilisiert das Gehirn und ist Balsam für die Seele.