Rockmusik

Rockmusik Keyvisual

Rockmusik entstand gegen Ende der 1950er Jahre in Großbritannien aus der stilistischen Musikrichtung Rock'n'Roll. Pioniere wie Elvis Presley, The Rolling Stones und die Beatles prägten diesen Stil mit den klassischen Instrumenten wie Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang, Keyboard und Synthesizer. Häufig wird sie durch die Hammond Orgel ergänzt, im Funkrock kommen Bläser hinzu.

Alternative Rock, Artrock, Bluesrock, Country Rock, Classic Rock, Dark Rock, Garage Rock ...

Unterkategorien sind Alternative Rock, Artrock, Bluesrock, Country Rock, Classic Rock, Dark Rock, Garage Rock, Glam Rock, Grunge, Hard Rock, Industrial Rock, Noise Rock, Pop Rock, Progressive Rock, Psychedelic Rock, Softrock, Southern Rock, Stoner Rock, Synth Rock und Viking Rock.

Lebensgefühl und Zeitgeist

Ähnlich wie in der Popmusik entwickelte sich die Rockmusik aus einer Jugendbewegung, die Gesellschafts- und Generationenkonflikte thematisierte. Allen voran personifizierte Elvis Presley durch seinen berühmten Hüftschwung diese Jugendbewegung, die in der damaligen Elterngeneration als provozierend empfunden wurde.

Die Erweiterung der Technologie ermöglichte es, Plattenspieler zu transportieren und sich auch durch Autoradios überall mit Musik zu beschallen. Auch das wurde als Lärm abgestuft und provozierend empfunden. Für die Jugendlichen galt es, diese Rockkultur durch Plattencover, Tanzdarbietungen und Poster zu zelebrieren und sich dadurch von der Wohlstandsgesellschaft abzugrenzen. Es ging um ein Gefühl, nicht um Perfektion. Gerade Noten und eingängige Achtel sind charakteristisch für die Rockmusik. Dennoch fehlte es keineswegs an Innovation. Die Rock-Oper 'Tommy' von der britischen Band 'The Who' zeigt, dass auch Rock und Theater zusammenpassen.

Die Entwicklung der Rockmusik

So fing alles in den 1950ern mit den Rock'n'Rollern Bill Haley, Jerry Lee Lewis, Little Richard und Buddy Holly an. In den 1960ern führten Jimi Hendrix und die Rolling Stones, aber auch die Kinks, Eric Clapton und die Beatles diese Tradition fort. Schicke Anzüge, korrekte Haarschnitte - auch 'Pilzköpfe' genannt - und unaufgeregte Bühnenshows standen im Kontrast zum kratzigen, dreckigen Sound der Bands.

Das legendäre Woodstock-Festival im Jahr 1969 feierte die Utopie einer neuen Gesellschaft. Als Friedensbewegung gegen den Vietnamkrieg schwammen plötzlich die Grenzen zwischen Hippiemusik, Rock und Folk. Auch das Musical 'Hair' zeigte den Widerstand der jungen Amerikaner. Experientalmusik der Band 'Velvet Underground' entstand abseits.

Die Vielfalt der Rockmusik

Glamrock

Glamrock entstand in den 1970er Jahren und präsentierte die Musiker mit starkem Make-Up, Glitzerkleidung und androgyne Attitüden. David Bowie und T. Rex waren Vertreter dieses Genres. Es bildete einen starken Kontrast zum ebenfalls in der Zeit auftretenden Hard Rock, der von Led Zeppelin und Deep Purple geprägt wurde.

Psychodelic Rock

Psychodelic Rock kombinierte klassische Musik, Jazz, Folk und neue Musik mit den elektronischen Instrumenten. So entwickelten Bands wie Jethro Tull, Pink Floyd, Genesis und Yes vollkommen neue Ideen und Präsentationen der Rockmusik.

Stadionrock

Stadionrock wurde plötzlich möglich und erforderte eine Aufrüstung des Equipments, denn Aufnahmen aus den frühen Anfängen der Beatlemania zeigen, dass die Verstärker gegen das Geschrei der begeisterten Fans nicht ankamen.

Neue musikschaffende Berufe

Neue Berufe entstanden: Stagehands, Toningenieure und Roadies, die mit Lightshows, Lasern und Trockeneis sensationelle Shows kreieren konnten.

Marshall-Stack

Der Gitarrist Pete Townsend entwickelte zusammen mit Jim Marshall den 'Marshall-Stack', der die Gibson-Les Paul-Gitarre und den Marshall-Verstärker kombinierte.

Punkrock

Auch Punkrock war nun auf dem Vormarsch. Die Sex Pistols, The Clash und die Ramones setzten auf einfache 4/4-Takte. Musikalische Qualität stand im Hintergrund. Es ging wieder um Protest, den Ausdruck eines Lebensgefühls und Rebellion, allerdings nicht auf friedlichem Weg, wie es die Hippie-Bewegung vormachte.

Pop-Metal

Pop-Metal entstand in den 1980er Jahren und feierte mit Bon Jovi, den Scorpions und Europe eine Mischung aus eingängigen Melodien und Stadionbombast.

New Wave

Als Ausklang der Punkbewegung bildete sich das Genre New Wave mit den Bands Joy Division und The Cure, die mit düsteren Melodien und reichlich elektronischen Elementen aufwarteten. Weil auch hier die Grenzen zum Pop plötzlich wieder schwammen, entstand ein Bedürfnis nach Abgrenzung zum Mainstream.

Independent und Grunge

Die Independent-Szene entwickelte sich im Verlauf der 1990er Jahre mit den Bands Pixies und Sonic Youth. Und weil es offensichtlich immer wieder ein Bedürfnis nach Rebellion gab, entstand ein neues Genre: Der Grunge. Nirvana, Pearl Jam und die Smashing Pumpkins waren legendäre Vertreter, die sich jedoch nur bis zum Tod vom Nirvana-Frontman Kurt Cobain im Jahr 1994 halten konnten.

Brit Pop

Dennoch blieb die Rockmusik laut: Crossover-Bands wie Rage Against the Machine und Incubus, Skatepunk und auch Pop-Punk entwickelten sich in der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts. Außerdem schaffte dieses Jahrzehnt die Vereinigung von Alternative Rock und Pop durch das Genre Brit Pop. Blur, Placebo und Oasis waren Bands dieser Zeit und sind zum Teil heute noch aktiv.

Nu Metal

Ab der Jahrtausendwende sehnte man sich zurück nach lauten Klängen. Eine Retrowelle stampfte neue Bands aus dem Boden: The Strokes, Kings of Leon und Mando Diao. Legten diese Band ihren Fokus eher auf die vergangenen Jahrzehnte, nutzten Nu-Metal Bands wie Linkin Park und Limp Bizkit eher auf Crossover.

Emo-Genre

Das Emo-Genre präsentierte Bands wie 30 Seconds to Mars und My Chemical Romance.

Bildquelle: Hans Eiskonen on Unsplash


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Quellen und Weblinks

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