Die Oper - Grenzen zum Musical, zur Operette und zum Musiktheater schwimmen

Die Oper ist seit 1639 eine musikalische Gattung des Theaters und die Vertonung einer dramatischen Dichtung. Ein Sängerensemble, ein Orchester und ein Chor, aber auch ein Ballettensemble führen dieses musikalische Werk in Opernhäusern oder Theatern auf. Die Grenzen zum Musical, zur Operette und zum Musiktheater schwimmen.

Informationen über die Oper

Die Ursprünge

Im Mittelalter wurde das geistliche Spiel während der Ostermesse zum Passionsspiel. Dies fand außerhalb der Kirche statt. Zur Renaissance-Epoche entwickelte sich um die Zeit des Karnevals die Eröffnung der traditionellen Opernsaison. Das Madrigal als wichtigste Gattung der Volksmusik verband Musik mit Tänzen. Schließlich wurde im 16. Jahrhundert das 'Ballet comique de la reine' in Frankreich als bedeutender Vorläufer der Oper aufgeführt. Doch der Ursprung der Oper enstand Ende des 16. Jahrhunderts in Florenz. Die Florentiner Camerata trug als Gesprächskreis von Adeligen, Philosophen und Musikern im Wesentlichen dazu bei, das antike Drama wiederzubeleben.

Die erste Oper

Die erste Oper war 'La Dafne' von Jacopo Peri im Jahr 1597. Claudio Monteverdis erste Oper 'L'Orfeo' aus dem Jahr 1607 ist besonders berühmt. Dreißig Jahre später wurde das erste Opernhaus in Venedig mit dem Namen 'Teatro San Cassiano' eröffnet und setze einen Trend für neue Spielstätten, die kurz darauf eröffnet wurden. Auch Paris brachte daraufhin namenhafte Opern-Komponisten wie Jean-Baptiste Lully hervor. In Deutschland war es Heinrich Schütz und in England Henry Purcells. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich in den jeweiligen Ländern die Oper unter den Einfluss der historischen Gegebenheiten wie Kriege und Revolutionen.

Charakteristische Merkmale und Unterkategorien

Textverständlichkeit, eine klare, einfache Gesangslinie und eine sparsame Generalbass-Begleitung sowie die leisen Instrumente Laute und Cembalo waren die Basis. Schlichtheit und Monodie waren ebenfalls charakteristisch. Die Nummernoper, die Opera buffa und die Opera semisera waren Unterkategorien, die sich im Laufe der Zeit entwickelten. Die Nummernoper verband geschlossene Musikstücke mit gesprochenen Dialogen. Im 19. Jahrhundert wurde diese Art und Weise der Komposition infrage gestellt, sodass die durchkomponierte Großform entstand. So formte Giuseppe Verdi die Akte zu einer größeren Form. Dem schloss sich Richard Wagner an und setze den Fokus auf Leitmotive. Die Opera seria und die Opera buffa unterscheiden in Anlehnung an die griechische Tragödie und Komödie zwischen hohem und niedrigen Stil. Die große Oper wird auch Kammeroper genannt und beschränkt sich auf wenige Musiker. Die Rockoper ist ein besonderes Genre.

Werke und Komponisten

Berühmte Opernwerke sind 'Die Hochzeit des Figaro' und 'Don Giovanni'von Wolfgang Amadeus Mozart, 'La Traviata' von Guiseppe Verdi, 'Der Freischütz' von Carl Maria Weber, 'Tosca' von Giacomo Puccini, 'Fidelio' von Ludwig van Beethoven, 'Madame Butterfly' von Giacomo Puccini und viele mehr. Maurice Ravel, Igor Strawinsky, Sergei Prokofjew, Kurt Well, Leonard Bernstein, Alfred Schnittke, Luigi Dallapiccola, Manfred Trojahn und viele weitere Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts sind für ihre Werke berühmt.

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Bildquelle: Foto von Flash Bros von Pexels

 

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